Die Landtagswahlen im Osten Deutschlands und in Berlin rücken näher. Und je näher sie rücken, desto auffälliger müht sich der Freitag, einem untergängigen Lager von BSW-Kompatiblen und AfD-Verharmlosern ein letztes Quäntchen Leben einzuhauchen. Alice Schwarzer und Brandmauer-Gegner Harald Martenstein heißen etwa die Protagonisten, die ans seichte Freitag-Ufer gespült werden. Die führen zwar in ihren Positionen weder zu neuen, schon gar nicht zu originellen Erkenntnissen. Und ebensowenig erkennbar ist, dass Schwarzer oder Martenstein an inhaltlicher Substanz gewonnen hätten. Dennoch wird ihnen mit einem von braven Fragen flankierten Interview (Schwarzer) und verkleidet in eine Art Streitgespräch (Martenstein) der mediale Hof gemacht. Man muss schon ziemlich auf Grund gelaufen sein, wenn man auf derart personifizierte Bedeutungslosigkeit zurückgreift, um zweifelhafte Narrative aufzublättern. Schwarzer als Friedensengel, Martenstein als geläuterter Linker – das ist der letzte Strohhalm im Wahlkampf für die müden Wagenknecht-Kohorten, vor allem im Osten.
Die Landtagswahlen im Osten Deutschlands und in Berlin rücken näher. Und je näher sie rücken, desto auffälliger müht sich der Freitag, einem untergängigen Lager von BSW-Kompatiblen und AfD-Verharmlosern ein letztes Quäntchen Leben einzuhauchen. Alice Schwarzer und Brandmauer-Gegner Harald Martenstein heißen etwa die Protagonisten, die ans seichte Freitag-Ufer gespült werden. Die führen zwar in ihren Positionen weder zu neuen, schon gar nicht zu originellen Erkenntnissen. Und ebensowenig erkennbar ist, dass Schwarzer oder Martenstein an inhaltlicher Substanz gewonnen hätten. Dennoch wird ihnen mit einem von braven Fragen flankierten Interview (Schwarzer) und verkleidet in eine Art Streitgespräch (Martenstein) der mediale Hof gemacht. Man muss schon ziemlich auf Grund gelaufen sein, wenn man auf derart personifizierte Bedeutungslosigkeit zurückgreift, um zweifelhafte Narrative aufzublättern. Schwarzer als Friedensengel, Martenstein als geläuterter Linker – das ist der letzte Strohhalm im Wahlkampf für die müden Wagenknecht-Kohorten, vor allem im Osten.
Die Landtagswahlen im Osten Deutschlands und in Berlin rücken näher. Und je näher sie rücken, desto auffälliger müht sich der Freitag, einem untergängigen Lager von BSW-Kompatiblen und AfD-Verharmlosern ein letztes Quäntchen Leben einzuhauchen. Alice Schwarzer und Brandmauer-Gegner Harald Martenstein heißen etwa die Protagonisten, die ans seichte Freitag-Ufer gespült werden. Die führen zwar in ihren Positionen weder zu neuen, schon gar nicht zu originellen Erkenntnissen. Und ebensowenig erkennbar ist, dass Schwarzer oder Martenstein an inhaltlicher Substanz gewonnen hätten. Dennoch wird ihnen mit einem von braven Fragen flankierten Interview (Schwarzer) und verkleidet in eine Art Streitgespräch (Martenstein) der mediale Hof gemacht. Man muss schon ziemlich auf Grund gelaufen sein, wenn man auf derart personifizierte Bedeutungslosigkeit zurückgreift, um zweifelhafte Narrative aufzublättern. Schwarzer als Friedensengel, Martenstein als geläuterter Linker – das ist der letzte Strohhalm im Wahlkampf für die müden Wagenknecht-Kohorten, vor allem im Osten.
Die Landtagswahlen im Osten Deutschlands und in Berlin rücken näher. Und je näher sie rücken, desto auffälliger müht sich der Freitag, einem untergängigen Lager von BSW-Kompatiblen und AfD-Verharmlosern ein letztes Quäntchen Leben einzuhauchen. Alice Schwarzer und Brandmauer-Gegner Harald Martenstein heißen etwa die Protagonisten, die ans seichte Freitag-Ufer gespült werden. Die führen zwar in ihren Positionen weder zu neuen, schon gar nicht zu originellen Erkenntnissen. Und ebensowenig erkennbar ist, dass Schwarzer oder Martenstein an inhaltlicher Substanz gewonnen hätten. Dennoch wird ihnen mit einem von braven Fragen flankierten Interview (Schwarzer) und verkleidet in eine Art Streitgespräch (Martenstein) der mediale Hof gemacht. Man muss schon ziemlich auf Grund gelaufen sein, wenn man auf derart personifizierte Bedeutungslosigkeit zurückgreift, um zweifelhafte Narrative aufzublättern. Schwarzer als Friedensengel, Martenstein als geläuterter Linker – das ist der letzte Strohhalm im Wahlkampf für die müden Wagenknecht-Kohorten, vor allem im Osten.
Weil es momentan schick sei, dem Pazifismus abzuschwören, wie es in dem von Freitag-Vize Michael Angele geführte Interview mit Schwarzer vorwortlich heißt, wird bezüglich eines natürlich nicht naiven Pazifismus umso kräftiger auf die Tube gedrückt. Russlandverharmlosung ist, wie sollte es anders sein, gesetzt. Moskau, so lässt sich Schwarzer sinngemäß aus, sei, wenn überhaupt, nur ein Monstrum westlicher Provokation. Dazu passt die im Freitag wiederholt gepredigte, aber deswegen nicht weniger fragwürdige Erzählung, wonach 2022 quasi eine Friedenslösung in trockenen Tüchern lag, aber vom Westen verhindert worden sei. Auf die erwähnte Pazifismus-Abkehr mag Schwarzer nicht eingehen (interessiert mich nicht). Nun denn, das hat kürzlich schon der Friedensapologet und Freitag-Autor Kevin Gensheimer getan, der den Pazifismus-Kehraus an Stephan Anpalagan und dessen Buch Für den Frieden. Widerruf meiner Kriegsdienstverweigerung festmachte. Viel mehr Namen fielen ihm nicht ein. Dennoch wird Gensheimer klar: Ein linksliberales Milieu befreie sich da von alten Werten und drifte nach rechts.
Die Nummer wurde schon beim Bosnien-Krieg aufgeführt. Was Daniel Cohn-Bendit dazu veranlasste, sich ironisch zu einer Art Verräterschaft zu bekennen, weil er ehedem den Eingriff der Nato angesichts des Massakers von Srebrenica guthieß. Sie kommt in der Variante der BSW-Agenda Pazifismus trifft Kreml-Freundlichkeit jetzt von Wagenknecht runderneuert daher. Dafür stehen auch andere Freitag-Autoren wie etwa Lutz Herden, ein Mann mit streitbarer DDR-Vergangenheit; da muss sich einiges festgesetzt haben. Ebenso Johannes Varwick. Der rückt werbend an eine neue BSW-Idee ran. Er spricht sich im Freitag für ein Duell Wagenknecht gegen AfD-Chefin Alice Weidel aus. Ein Duell, das maßgeschneidert zur neuen Nähe-Suche des BSW passt. Freitag-Vize Sebastian Puschner stützt derweil den Wagenknecht-Vorschlag, es doch, sollte das BSW (in Sachsen-Anh.) über 5 Prozent kommen und die AfD punkten, mit einer Bürgerregierung und einem parteilosen Ministerpräsidenten zu versuchen. Böse, wer denkt, hier würde, wenn auch krude verschwommen, die Rechte mitgepudert.
Puschner hat denn bei ziemlich unverhohlener Sympathie für den BSW-Ansatz auch schon einen Kandidaten im Auge: Friedrich Kramer nämlich, den Bischof der Evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland. Der zugleich Friedensbeautragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Und sich – auch in seiner Kritik an der neuen Denkschrift des Rates der EKD Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick als idealer Bewerber erweise, wie Puschner durchscheinen lässt. Weil er zB gegen umstrittene nukleare Wehrhaftigkeit spreche und warne, man dürfe sich nicht auf Kriegstüchtigkeit einschwören lassen, sondern müsse friedenstüchtig werden. Vor allem aber scheint er der richtige Mann zu sein, weil er habe wissen lassen, man müsse sich frei machen vor neuen Feindbildern. Kramer (laut Puschner): Russland ist nicht unser Feind. Derlei könnte, ungewollt, ins Bild der BSW-Getreuen passen; auch derer, die im Freitag nicht immer offen die Trommel für die Wagenknecht-Anhänger rühren. Und auch ins Bild der AfD, die vor allem im Osten Rüstungshilfe etwa für die Ukraine geißelt.
Puschner hat denn bei ziemlich unverhohlener Sympathie für den BSW-Ansatz auch schon einen Kandidaten im Auge: Friedrich Kramer nämlich, den Bischof der Evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland. Der zugleich Friedensbeautragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Und sich – auch in seiner Kritik an der neuen Denkschrift des Rates der EKD Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick als idealer Bewerber erweise, wie Puschner durchscheinen lässt. Weil er zB gegen umstrittene nukleare Wehrhaftigkeit spreche und warne, man dürfe sich nicht auf Kriegstüchtigkeit einschwören lassen, sondern müsse friedenstüchtig werden. Vor allem aber scheint er der richtige Mann zu sein, weil er habe wissen lassen, man müsse sich frei machen vor neuen Feindbildern. Kramer (laut Puschner): Russland ist nicht unser Feind. Derlei könnte, ungewollt, ins Bild der BSW-Getreuen passen; auch derer, die im Freitag nicht immer offen die Trommel für die Wagenknecht-Anhänger rühren. Und auch ins Bild der AfD, die vor allem im Osten Rüstungshilfe etwa für die Ukraine geißelt.
Puschner hat denn bei ziemlich unverhohlener Sympathie für den BSW-Ansatz auch schon einen Kandidaten im Auge: Friedrich Kramer nämlich, den Bischof der Evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland. Der zugleich Friedensbeautragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Und sich – auch in seiner Kritik an der neuen Denkschrift des Rates der EKD Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick als idealer Bewerber erweise, wie Puschner durchscheinen lässt. Weil er zB gegen umstrittene nukleare Wehrhaftigkeit spreche und warne, man dürfe sich nicht auf Kriegstüchtigkeit einschwören lassen, sondern müsse friedenstüchtig werden. Vor allem aber scheint er der richtige Mann zu sein, weil er habe wissen lassen, man müsse sich frei machen vor neuen Feindbildern. Kramer (laut Puschner): Russland ist nicht unser Feind. Derlei könnte, ungewollt, ins Bild der BSW-Getreuen passen; auch derer, die im Freitag nicht immer offen die Trommel für die Wagenknecht-Anhänger rühren. Und auch ins Bild der AfD, die vor allem im Osten Rüstungshilfe etwa für die Ukraine geißelt.
Puschner hat denn bei ziemlich unverhohlener Sympathie für den BSW-Ansatz auch schon einen Kandidaten im Auge: Friedrich Kramer nämlich, den Bischof der Evangelischen Kirchen in Mitteldeutschland. Der zugleich Friedensbeautragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Und sich – auch in seiner Kritik an der neuen Denkschrift des Rates der EKD Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick als idealer Bewerber erweise, wie Puschner durchscheinen lässt. Weil er zB gegen umstrittene nukleare Wehrhaftigkeit spreche und warne, man dürfe sich nicht auf Kriegstüchtigkeit einschwören lassen, sondern müsse friedenstüchtig werden. Vor allem aber scheint er der richtige Mann zu sein, weil er habe wissen lassen, man müsse sich frei machen vor neuen Feindbildern. Kramer (laut Puschner): Russland ist nicht unser Feind. Derlei könnte, ungewollt, ins Bild der BSW-Getreuen passen; auch derer, die im Freitag nicht immer offen die Trommel für die Wagenknecht-Anhänger rühren. Und auch ins Bild der AfD, die vor allem im Osten Rüstungshilfe etwa für die Ukraine geißelt.
Bei aller gerechtfertigter und notwendiger Kritik an Rüstungs-Milliarden, die dem Sozialstaat fehlen: Sein Abbau hat schon lange vor der Zeit des Ukraine-Kriegs begonnen. Mit denen, die vor Kanzler Merz Regierungspolitik steuerten. Gerhard Schröder, Angela Merkel. Es wäre naiv zu denken, dass Neoliberalismus Kriege braucht, um sein sozialfeindliches Antlitz zu zeigen. Wenn ihm auch Konflikte und Kriege zu Pass kommen. Schon allein weil Rüstungskonzerne daran verdienen. Vor lauter West- und System-Feindschaft, Russland– und letztendlich AfD-Verharmlosung schließt eine nur dem Äußeren nach progressiv-kritische Masse (an Autoren) langsam, aber sicher ins nach rechts weisende Spektrum auf. Der Schwarm fällt im großen Teich schreibender Fische auf Anhieb kaum auf. Doch es greift so etwas wie eine OAZettisierung beim Freitag Platz. OAZ, das ist die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung, die auf Alles spezialisiert ist, was es an rechts-konservativen bis rechten Positionen in Ostdeutschland zu verteidigen gilt. Auch dort gibt es Vieles, was sich mit BSW-Positionen deckt.
Nur allzu ungetarnt und häufig vermischt sich dogmatischer Pazifismus mit ideologisch begründeter Nachgiebigkeit gegenüber einer mehr als fragwürdigen Agenda. Die lässt sich sowohl beim BSW als auch bei der AfD finden. In vielen Punkten überschneiden sich ihre Programmatiken. Mal ist es Russland-Freundlichkeit, mal Migrationsfeindlichkeit, mal sind es Ressentiments gegenüber demokratischen Institutionen. Immer sind es freilich Positionen, die einen rechten Populismus aufrüsten. Insofern ist uneingeschränkter Pazifismus ähnlich skeptisch zu betrachten wie das Propagieren uneingeschränkter Kriegstüchtigkeit. Eher scheint es so, als würde Pazifismus bisweilen dafür missbraucht, um Brückenschläge über zweifelhafte Lager hinweg zu ermöglichen. Die Diskrepanz zwischen den Hyperausgaben für Rüstung und dem massiven Sozialabbau ist unerträglich. Sie scheint aber nicht nur der Rüstungsindustrie, sondern auch falschen Pazifismus-Predigern entgegen zu kommen, um politische Ziele darüber hinaus zu verfolgen. Hier sind clevere Fallensteller unterwegs.
Will heißen: Wer etwa Alice Schwarzer als pazifistische Galionsfigur ins Licht rückt, ignoriert oder akzeptiert ihre anderen Seiten oder heißt sie gut. Ihre Image-Kampagne etwa und ihre Arbeit für Bild, im Zuge des Kachelmannprozesses ausgerechnet mit dem Argument einseitiger Berichterstattung anderer Medien. Ihre mit ausgeprägter Migrationsfeindlichkeit beladene Islam-Kritik, die sie Verständnis für die Pegida-Bewegung haben ließ. Ihre erwähnte Haltung zu Russland im Ukraine-Konflikt, die, wie bei anderen, nicht für einen universellen, unteilbaren Pazifismus steht, sondern allemal militärische Aggression relativiert. Der Lackmus-Test pazifistischer Absolutheit, für die im Freitag Autoren am laufenden Band sprechen, ist, ob derlei Absolutheit mit demokratischer Grundhaltung verbunden ist – oder ob dieser vermeintliche Pazifismus an populistische Bestrebungen von BSW oder AfD verhökert wird. Letzteres macht Pazifismus unglaubwürdig. Doch Unglaubwürdigkeit scheint derzeit hoch im Kurs.
Möglicherweise weil Gensheimer etwas schwach auf der Brust war, hat Björn Hayer, eigentlich Fachmann von Lyrik und Theater, im Freitag nachgelegt. Und neben historischen Figuren wie Albert Einstein und Ghandi (die freilich im Pazifismus eine unteilbare Grundeinstellung sahen) den Autoren Ilija Trojanow und Mithu Sanyal ausgegraben. In seinem Beitrag verweist Hayer darauf, dass alle Gruselszenarien zu Russland, die der Westen für massive Aufrüstung an die Wand gemalt habe, ausgeblieben seien. Ihm ist das offenbar entwaffnendes Argument genug, der Aufrüstung Entgeisterung darüber entgegenzustellen, dass linkes Denken sich von seiner Maxime der Gewaltfreiheit entfernt habe, wie Sanyal offenbar in einem neues Essay zur Kenntnis bringe. Allerdings betont der Verlag, was Hayer unterschlägt, dass Sanyal unbequeme Fragen stelle, ohne die globalen Aggressionen zu verharmlosen. Das aber tun fleißige Freitag-Autoren wie Hayer, die der Kritik an einem naiven Pazifismus eine naive Sichtweise auf ein aggressives, aufrüstendes und Völkerrecht beugendes Russland entgegenstellen.
Möglicherweise weil Gensheimer etwas schwach auf der Brust war, hat Björn Hayer, eigentlich Fachmann von Lyrik und Theater, im Freitag nachgelegt. Und neben historischen Figuren wie Albert Einstein und Ghandi (die freilich im Pazifismus eine unteilbare Grundeinstellung sahen) den Autoren Ilija Trojanow und Mithu Sanyal ausgegraben. In seinem Beitrag verweist Hayer darauf, dass alle Gruselszenarien zu Russland, die der Westen für massive Aufrüstung an die Wand gemalt habe, ausgeblieben seien. Ihm ist das offenbar entwaffnendes Argument genug, der Aufrüstung Entgeisterung darüber entgegenzustellen, dass linkes Denken sich von seiner Maxime der Gewaltfreiheit entfernt habe, wie Sanyal offenbar in einem neues Essay zur Kenntnis bringe. Allerdings betont der Verlag, was Hayer unterschlägt, dass Sanyal unbequeme Fragen stelle, ohne die globalen Aggressionen zu verharmlosen. Das aber tun fleißige Freitag-Autoren wie Hayer, die der Kritik an einem naiven Pazifismus eine naive Sichtweise auf ein aggressives, aufrüstendes und Völkerrecht beugendes Russland entgegenstellen.
Möglicherweise weil Gensheimer etwas schwach auf der Brust war, hat Björn Hayer, eigentlich Fachmann von Lyrik und Theater, im Freitag nachgelegt. Und neben historischen Figuren wie Albert Einstein und Ghandi (die freilich im Pazifismus eine unteilbare Grundeinstellung sahen) den Autoren Ilija Trojanow und Mithu Sanyal ausgegraben. In seinem Beitrag verweist Hayer darauf, dass alle Gruselszenarien zu Russland, die der Westen für massive Aufrüstung an die Wand gemalt habe, ausgeblieben seien. Ihm ist das offenbar entwaffnendes Argument genug, der Aufrüstung Entgeisterung darüber entgegenzustellen, dass linkes Denken sich von seiner Maxime der Gewaltfreiheit entfernt habe, wie Sanyal offenbar in einem neues Essay zur Kenntnis bringe. Allerdings betont der Verlag, was Hayer unterschlägt, dass Sanyal unbequeme Fragen stelle, ohne die globalen Aggressionen zu verharmlosen. Das aber tun fleißige Freitag-Autoren wie Hayer, die der Kritik an einem naiven Pazifismus eine naive Sichtweise auf ein aggressives, aufrüstendes und Völkerrecht beugendes Russland entgegenstellen.
Möglicherweise weil Gensheimer etwas schwach auf der Brust war, hat Björn Hayer, eigentlich Fachmann von Lyrik und Theater, im Freitag nachgelegt. Und neben historischen Figuren wie Albert Einstein und Ghandi (die freilich im Pazifismus eine unteilbare Grundeinstellung sahen) den Autoren Ilija Trojanow und Mithu Sanyal ausgegraben. In seinem Beitrag verweist Hayer darauf, dass alle Gruselszenarien zu Russland, die der Westen für massive Aufrüstung an die Wand gemalt habe, ausgeblieben seien. Ihm ist das offenbar entwaffnendes Argument genug, der Aufrüstung Entgeisterung darüber entgegenzustellen, dass linkes Denken sich von seiner Maxime der Gewaltfreiheit entfernt habe, wie Sanyal offenbar in einem neues Essay zur Kenntnis bringe. Allerdings betont der Verlag, was Hayer unterschlägt, dass Sanyal unbequeme Fragen stelle, ohne die globalen Aggressionen zu verharmlosen. Das aber tun fleißige Freitag-Autoren wie Hayer, die der Kritik an einem naiven Pazifismus eine naive Sichtweise auf ein aggressives, aufrüstendes und Völkerrecht beugendes Russland entgegenstellen.
Es ist alles in allem ein großer Unsinn, zu konstatieren, dass sich die Linke massenweise aufmacht, um Verrat am Pazifismus zu üben. Richtig ist, dass Linke massenweise die milliardenschwere Aufrüstung in Deutschland kritisieren, auch mit Blick auf einen massiven Sozialabbau, ihre Stimme für Diplomatie erheben, die Bereitschaft dazu aber Allen abverlangen, die bislang für Krieg und kriegerische Konfliktlösungen hochrüsten und darin den einzig denkbaren Weg sehen, Frieden zu schaffen. Was in sich absurd ist. Aber nach Lesart der Rüstungsbefürworter im Kalten Krieg funktioniert habe. Sein Ende kam nicht lupenreinem Pazifismus gleich, hat aber Hoffnung auf eine friedlichere Welt gestiftet. Auch deswegen, weil es in Moskau Gorbatschow gab und keinen Diktator a la Putin mit großrussischen Fantasien. Und weil es auch anderswo Ansätze gab, die Welt mit immer weniger Waffen friedlicher zu machen. Doch davon haben sich die Machtblöcke schnell wieder verabschiedet. In West und Ost. Ergebnis: Eine folgenschwere Eskalation.
Dieser Eskalation jetzt in Deutschland ausgerechnet mit Sympathien für das BSW und mehr oder weniger offen für Wagenknecht-Avancen gegenüber der AfD entgegentreten zu wollen, und das auch noch als Pazifismus zu labeln, kommt einer Verhöhnung jedweden Pazifismus‚ gleich. Zumal, das müsste die Freitag-Ägide der BSW-Protegés eigentlich wissen, Alice Weidel und ihre Truppen zwar nichts vom milliardenteuren Ukraine-Krieg wissen wollen, aber von einer hochgerüsteten Bundeswehr allemal. Sie sind für die Wehrpflicht. Und würden, da sind sich Viele sicher, die Bundeswehr im Zweifel auch einsetzen, um sich Land und Menschen gefügig zu machen. Die USA, wo die MAGA-Freunde der AfD gerade die Politik bestimmen, machen eindrücklich vor, wie weit man zu gehen bereit ist. In einem Staat, der noch als demokratisch gilt, wohlgemerkt. Insofern kommt jedwede Zuneigung zum BSW und damit zu einer wie auch immer gearteten Zusammenarbeit mit der AfD vielem gleich, nur nicht irgendwelchem Pazifismus. Das gilt auch für den Freitag, wenn er auf derlei Züge springt.
Dieser Eskalation jetzt in Deutschland ausgerechnet mit Sympathien für das BSW und mehr oder weniger offen für Wagenknecht-Avancen gegenüber der AfD entgegentreten zu wollen, und das auch noch als Pazifismus zu labeln, kommt einer Verhöhnung jedweden Pazifismus‚ gleich. Zumal, das müsste die Freitag-Ägide der BSW-Protegés eigentlich wissen, Alice Weidel und ihre Truppen zwar nichts vom milliardenteuren Ukraine-Krieg wissen wollen, aber von einer hochgerüsteten Bundeswehr allemal. Sie sind für die Wehrpflicht. Und würden, da sind sich Viele sicher, die Bundeswehr im Zweifel auch einsetzen, um sich Land und Menschen gefügig zu machen. Die USA, wo die MAGA-Freunde der AfD gerade die Politik bestimmen, machen eindrücklich vor, wie weit man zu gehen bereit ist. In einem Staat, der noch als demokratisch gilt, wohlgemerkt. Insofern kommt jedwede Zuneigung zum BSW und damit zu einer wie auch immer gearteten Zusammenarbeit mit der AfD vielem gleich, nur nicht irgendwelchem Pazifismus. Das gilt auch für den Freitag, wenn er auf derlei Züge springt.
Dieser Eskalation jetzt in Deutschland ausgerechnet mit Sympathien für das BSW und mehr oder weniger offen für Wagenknecht-Avancen gegenüber der AfD entgegentreten zu wollen, und das auch noch als Pazifismus zu labeln, kommt einer Verhöhnung jedweden Pazifismus‚ gleich. Zumal, das müsste die Freitag-Ägide der BSW-Protegés eigentlich wissen, Alice Weidel und ihre Truppen zwar nichts vom milliardenteuren Ukraine-Krieg wissen wollen, aber von einer hochgerüsteten Bundeswehr allemal. Sie sind für die Wehrpflicht. Und würden, da sind sich Viele sicher, die Bundeswehr im Zweifel auch einsetzen, um sich Land und Menschen gefügig zu machen. Die USA, wo die MAGA-Freunde der AfD gerade die Politik bestimmen, machen eindrücklich vor, wie weit man zu gehen bereit ist. In einem Staat, der noch als demokratisch gilt, wohlgemerkt. Insofern kommt jedwede Zuneigung zum BSW und damit zu einer wie auch immer gearteten Zusammenarbeit mit der AfD vielem gleich, nur nicht irgendwelchem Pazifismus. Das gilt auch für den Freitag, wenn er auf derlei Züge springt.
Dieser Eskalation jetzt in Deutschland ausgerechnet mit Sympathien für das BSW und mehr oder weniger offen für Wagenknecht-Avancen gegenüber der AfD entgegentreten zu wollen, und das auch noch als Pazifismus zu labeln, kommt einer Verhöhnung jedweden Pazifismus‚ gleich. Zumal, das müsste die Freitag-Ägide der BSW-Protegés eigentlich wissen, Alice Weidel und ihre Truppen zwar nichts vom milliardenteuren Ukraine-Krieg wissen wollen, aber von einer hochgerüsteten Bundeswehr allemal. Sie sind für die Wehrpflicht. Und würden, da sind sich Viele sicher, die Bundeswehr im Zweifel auch einsetzen, um sich Land und Menschen gefügig zu machen. Die USA, wo die MAGA-Freunde der AfD gerade die Politik bestimmen, machen eindrücklich vor, wie weit man zu gehen bereit ist. In einem Staat, der noch als demokratisch gilt, wohlgemerkt. Insofern kommt jedwede Zuneigung zum BSW und damit zu einer wie auch immer gearteten Zusammenarbeit mit der AfD vielem gleich, nur nicht irgendwelchem Pazifismus. Das gilt auch für den Freitag, wenn er auf derlei Züge springt.
Nicht lang her, da haben Autoren, die bislang beim Westend Verlag untergebracht waren, dem Verlag den Rücken geehrt. Nicht weil dort viele ihre Bücher veröffentlichten, die links denken. Sondern weil der Verlag mit Veröffentlichungen der Machwerke von Ulf Poschardt und dem rechten Nius-Betreiber Julian Reichelt den Anspruch eines konsequent demokratische Inhalte befördernden Programms unterlief. Und man darf behaupten, auch mit dem Ansinnen, populistischen Ambitionen von Autor:innen und einem entsprechenden Publikum gerecht zu werden. Wenn es denn etwas gibt, was auf der Linken zur Warnung vor Abkehr gereicht, dann ist es nicht die vermeintliche Abkehr vom Pazifismus, sondern eine Hinwendung zu fragwürdigem Populismus. Dafür steht abgehalfterte Prominenz wie Alice Schwarzer und Martenstein. Dafür steht das BSW und eine von ihm verharmloste AfD. Ein Pazifismus, der Aufrüstung geißelt, aber Russland verharmlost und Migrations-Feindlichkeit umgarnt, ist das Wort nicht wert. Soviel zum Freitag-Thema über den Wandel einer vormals vermeintlich Linken.

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